Die kommunale Wärmeplanung in Berlin

Die kommunale Wärmeplanung bringt weitreichende Veränderungen für Unternehmen und Gewerbetreibende mit sich. In diesem übersichtlichen Ratgeber zeigen wir Ihnen, welche Vorgaben gelten, welche Chancen sich daraus ergeben und wie Sie Ihr Heizungssystem zukunftssicher gestalten.
Folgen für Privathaushalte, Gewerbetreibende und Unternehmen
Mit der Einführung des Wärmeplanungsgesetzes (WPG) hat die Bundesregierung einen klaren Rahmen geschaffen, der insbesondere Gewerbetreibende und Unternehmen vor neue Herausforderungen stellt. Berlin als dynamische Metropole nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein – bei der Entwicklung nachhaltiger Wärmekonzepte ebenso wie bei deren praktischer Umsetzung.
Kommunale Wärmeleitplanung
Die kommunale Wärmeplanung Berlin betrifft dabei nahezu alle Gebäudeeigentümer und Gewerbetreibenden in der Hauptstadt. Bürgerinnen und Bürger in privaten Haushalten, aber auch Gewerbetreibende und Unternehmen stehen insbesondere vor der Aufgabe, ihre Energieversorgung zukunftssicher zu gestalten. Das Zusammenspiel von Wärmeplanungsgesetz und Gebäudeenergiegesetz schafft dabei einen komplexen Regelungsrahmen.
Alles, was Sie wissen müssen
Als Experten für Gebäudetechnik in Berlin beobachten wir kontinuierlich die Entwicklungen der Wärmeplanung in unserer Stadt. Der Handlungsbedarf ist nicht akut, aber real. Mit der richtigen Vorbereitung und einem kompetenten Partner an ihrer Seite können Unternehmen und Privathaushalte die Herausforderungen der Wärmewende nicht nur meistern, sondern sie als Chance für die Zukunft nutzen.
Themen
Grundlagen der kommunalen Wärmeplanung
Grundlagen der kommunalen Wärmeplanung
Die kommunale Wärmeplanung stellt einen zentralen Baustein der deutschen Wärmewende dar. Im Kern geht es darum, dass Kommunen wie Berlin systematisch analysieren, wie die Wärmeversorgung ihrer Gebäude klimaneutral gestaltet werden kann. Der kommunale Wärmeplan bildet dabei die Grundlage für alle weiteren Schritte und gibt Gebäudeeigentümern Planungssicherheit für zukünftige Investitionen.
Wärmeplanungsgesetz und Gebäudeenergiegesetz gehören zusammen
Das Wärmeplanungsgesetz (WPG) verpflichtet Großstädte wie Berlin, bis 2026 einen verbindlichen Wärmeplan zu erstellen. Dieser Plan muss aufzeigen, wie die Wärmeversorgung bis 2045 klimaneutral gestaltet werden kann.
Parallel dazu gibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) konkrete Vorgaben für einzelne Gebäude. Beide Gesetze sind also eng miteinander verzahnt.

Gut zu wissen!
Die kommunale Wärmeplanung gibt die übergeordnete Strategie vor, das Gebäudeenergiegesetz definiert die spezifischen Anforderungen an Heizungssysteme und energetische Standards.
Herausfordernde Aspekte der Berliner Wärmeplanung
Für einen Ballungsraum wie Berlin führt die geforderte kommunale Wärmeplanung zu besonderen Herausforderungen: Die dichte Bebauung, eine historische Gebäudesubstanz und stark unterschiedliche Gewerbestrukturen erfordern maßgeschneiderte Lösungen, die verschiedene Aspekte berücksichtigen:
- Analyse des aktuellen Wärmebedarfs
- Erfassung bestehender Wärmenetze und Erzeugungsanlagen
- Identifikation von Potenzialen für erneuerbare Energien
- Entwicklung von Transformationspfaden für verschiedene Stadtgebiete
Zeitplan für die Wärmeplanung der Kommunen
Nach der Erstellung des Wärmeplans bis 2026 beginnt die schrittweise Umsetzung. Für Gewerbetreibende bedeutet dies: Je früher sie sich mit den kommenden Anforderungen auseinandersetzen, desto besser können sie ihre Investitionen planen und von möglichen Förderungen profitieren.
Fernwärme bezeichnet ein System, bei dem Wärme zentral erzeugt und über ein Rohrleitungsnetz an verschiedene Gebäude verteilt wird. Berlin verfügt bereits heute über ein gut ausgebautes Netz, das kontinuierlich erweitert wird, denn die Bedeutung der Fernwärme wird im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung weiter zunehmen
Wie sieht es bei Ihnen aus?
Ende 2024 hat die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt als planungsverantwortliche Stelle erste Ergebnisse der Wärmeplanung vorgelegt. Über den Link werden Sie auf die Seiten der Berliner Verwaltung geleitet. Dort finden Sie eine Straßenkarte, auf der detailliert ausgewiesen ist, in welchen Gebieten zukünftig auf die dezentrale Erzeugung von Wärme gesetzt wird.
Fernwärme als zentrale Säule
Fernwärme bezeichnet ein System, bei dem Wärme zentral erzeugt und über ein Rohrleitungsnetz an verschiedene Gebäude verteilt wird. Berlin verfügt bereits heute über ein gut ausgebautes Netz, das kontinuierlich erweitert wird, denn die Bedeutung der Fernwärme wird im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung weiter zunehmen
Vorteile für Gewerbetreibende
Das Heizen mit Fernwärme bietet Unternehmen und Gewerbetreibenden einige entscheidende Vorteile:
- Hohe Versorgungssicherheit
- Minimaler Wartungsaufwand
- Reduzierter Platzbedarf, (keine Heizungsanlage, keine Brennstofflagerung)
- Zunehmend klimafreundliche Erzeugung
- Professioneller Service durch Energieversorger
Hinweis
Liegt der Unternehmensstandort in der Nähe einer bestehenden Fernwärmeleitung, könnte ein Anschluss an das Fernwärmenetz eine zukunftssichere Option darstellen.
Herausforderungen für Gewerbetreibende
Es gibt jedoch auch herausfordernde Aspekte:
- Vorgaben zur Nutzung erneuerbarer Energien müssen erfüllt werden
- Höhere Installationskosten für die sogenannte Übergabestation
- Kein Wettbewerb, dadurch kein Preiskampf
- Anbieterwechsel nicht möglich
- Gebäude muss unter Umständen energetisch saniert werden
Eine professionelle Beratung ist daher unerlässlich, um die Wirtschaftlichkeit im Einzelfall zu prüfen.
Umsetzungsfristen und wichtige Termine
Der kommunale Wärmeplan muss bis 2026 vorliegen, danach beginnt die schrittweise Umsetzung. Für Gewerbetreibende bedeutet dies:
- Kurzfristig
Analyse des eigenen Heizungssystems und dessen Alters - Mittelfristig
Entwicklung einer Modernisierungsstrategie unter Berücksichtigung der kommunalen Wärmeplanung - Langfristig
Schrittweise Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen bis 2045
Praxisnahe Handlungsempfehlungen
Um die Anforderungen der kommunalen Wärmeplanung erfolgreich umzusetzen, empfehlen wir Unternehmen und Gewerbetreibenden in Berlin ein strukturiertes Vorgehen. Besonders im Hinblick auf das Wärmeplanungsgesetz (WPG) und die damit verbundenen Fristen ist ein planvolles Handeln entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg Ihrer Investitionen.
Checkliste
- Bestandsaufnahme durchführen
- Dokumentieren Sie Alter und Zustand Ihrer Heizungsanlage
- Erfassen Sie den jährlichen Energieverbrauch
- Prüfen Sie bereits durchgeführte energetische Maßnahmen
- Analysieren Sie die Gebäudesubstanz hinsichtlich des Wärmebedarfs
- Zukunftsoptionen prüfen
- Klären Sie, ob der Anschluss an ein Wärmenetz in Ihrer Straße
verfügbar ist oder geplant wird - Informieren Sie sich über alternative Heizsysteme
- Berücksichtigen Sie die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes
- Prüfen Sie verfügbare Förderungen
- Klären Sie, ob der Anschluss an ein Wärmenetz in Ihrer Straße
- Langfristige Planung entwickeln
- Erstellen Sie einen Zeitplan für notwendige Modernisierungen
- Berücksichtigen Sie dabei die Fristen der kommunalen
Wärmeplanung Berlin - Kalkulieren Sie Investitionskosten und mögliche Einsparungen
- Planen Sie Umstellungen möglichst außerhalb der Heizperiode
Langfristige Planungssicherheit für Wärme aus erneuerbaren Energien
- Regelmäßige Überprüfung Ihrer Heizungsanlage
- Kontinuierliche Beobachtung der Entwicklungen in der Wärmeleitplanung
- Frühzeitige Kontaktaufnahme mit Fachbetrieben
- Proaktive Auseinandersetzung mit den Anforderungen des kommunalen Wärmeplans
Unser Expertenteam hilft weiter
Als erfahrenes Berliner Unternehmen im Bereich der Gebäudetechnik sind wir in der Lage, Sie umfassend zu verschiedenen dezentralen Heizsystemen als Alternative zur Fernwärme zu beraten.
Die drei Säulen unserer Beratung zur klimaneutralen Wärmeversorgung
- Analyse
In der Bestandsaufnahme ermitteln wir den technischen Ist-Zustand der vorhandenen Heizungsanlage und gleichen ihn mit den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes und den zu erwartenden Anforderungen der kommunalen Wärmeplanung ab. - Heizungskonzept
Wir entwickeln ein Heizungskonzept, das die spezifischen Anforderungen Ihres Gewerbebetriebs sowie die lokalen Gegebenheiten der Wärmeplanung berücksichtigt. Dabei prüfen wir verschiedene Optionen – von der Fernwärme-Heizung bis hin zu anderen klimafreundlichen Alternativen. - Umsetzung
Nun folgt die Umsetzung: Ob es um die Installation einer Übergabestation für Fernwärme geht oder um die Implementierung eines alternativen Heizsystems – wir stehen Ihnen mit unserem technischen Know-how zur Seite und sorgen für eine reibungslose Realisierung.

Sie brauchen Unterstützung? Genau dafür sind wir da!
Wir sind Profis im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung. Und wir sind Berliner. Wir wissen also ganz genau, worauf es ankommt.

FAQ zur kommunalen Wärmeplanung Berlin, Fernwärme und erneuerbaren Energiequellen
Die kommunale Wärmeplanung bedeutet, dass Berlin bis 2026 einen verbindlichen Plan erstellen muss, wie die Wärmeversorgung bis 2045 klimaneutral gestaltet wird. Für Ihr Unternehmen heißt das: Sie müssen Ihr Heizungssystem an die neuen Vorgaben anpassen.
Fernwärme ist ein System, bei dem Wärme zentral erzeugt und über ein Rohrnetz zu den Gebäuden transportiert wird. Statt einer eigenen Heizungsanlage wird nur eine Übergabestation für Fernwärme benötigt. Der Anschluss lohnt sich besonders für Gewerbeimmobilien durch geringen Wartungsaufwand und hohe Versorgungssicherheit.
Das WPG verpflichtet Berlin zur Erstellung eines kommunalen Wärmeplans. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie ihre Heizungssysteme an die städtische Wärmeplanung anpassen müssen. Die konkreten Anforderungen ergeben sich aus dem Zusammenspiel von WPG und Gebäudeenergiegesetz.
Die Kosten variieren je nach gewähltem System und Gebäudezustand. Eine Übergabestation für Fernwärme kann anfänglich teurer sein als konventionelle Systeme, rechnet sich aber durch niedrigere Betriebskosten. Verschiedene Förderprogramme können die Investitionskosten deutlich reduzieren.
Die Umstellung muss nicht sofort erfolgen. Nach Fertigstellung des Berliner Wärmeplans 2026 beginnt die schrittweise Umsetzung bis 2045. Wichtig ist, bei einem anstehenden Heizungstausch die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes und die kommunale Wärmeplanung zu berücksichtigen.
Fazit
Die kommunale Wärmeplanung Berlin stellt Gewerbetreibende und Privatpersonen vor neue Herausforderungen, bietet aber auch Chancen für eine zukunftssichere und kostenstabile Wärmeversorgung. Insbesondere die Optionen der Fernwärme und andere klimafreundliche Heizsysteme, die ohne fossile Brennstoffe auskommen, rücken dabei in den Fokus.
Frühzeitige Planung ist der Schlüssel zum Erfolg
Je eher Sie sich mit den Anforderungen der Wärmeleitplanung auseinandersetzen, desto besser können Sie Investitionen timen und von Förderungen profitieren. Als erfahrener Partner in der Gebäudetechnik unterstützen wir Sie beim Ausstieg aus den fossilen Energieträgern – von der ersten Analyse über die Konzeptentwicklung bis zur konkreten Umsetzung.
Wir helfen Ihnen weiter!
Lassen Sie uns gemeinsam Ihr Unternehmen auf die Anforderungen der kommunalen Wärmeplanung vorbereiten. Unsere Experten stehen Ihnen für eine erste Beratung zur Verfügung. Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin und sichern Sie sich Ihren Vorsprung bei der Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung.

Quellen
[1] Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz Berlin, Wärmeplan für Berlin, Berlin.de, abgerufen am 11.02.2025.
[2] Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz Berlin, Gesamtstädtische Wärmeplanung, Berlin.de, abgerufen am 11.02.2025.
[3] Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) Halle, Praxis Kommunale Wärmewende: Berlin, kww-halle.de, abgerufen am 11.02.2025.
[4] Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), Wärmeplanungsgesetz (WPG), bmwsb.bund.de, abgerufen am 11.02.2025.
[5] Kompetenzzentrum Kommunale Wärmewende (KWW) Halle, Start in die kommunale Wärmeplanung, Broschüre, kww-halle.de, abgerufen am 11.02.2025.